Donnerstag, 23. April 2015

Käsekult: Wo jahrzehntelang Bücher gebunden wurden...

 ... erstrahlt heute alles in neuem Glanz. Annette Christian hat die von grundauf renovierten Räume am Marktplatz gemietet, um alles, was der Mensch an Käse, Wein und anderen Kulinarien benötigt, den Pfullingern anzubieten. Seit vier Wochen ist sie hier. Wir wünschen ihr viel Erfolg!


Bildertanz-Quelle: Raimund Vollmer

Mittwoch, 22. April 2015

Kriegsende 22. April 1945: "Beim Kampf um Pfullingen"

Trügerische Idylle auf dem Georgenberg: Hier fanden die letzten Gefechte um Reutlingen statt

Ein schwacher deutscher Stoßtrupp gelangte am Sonntag vom Stadtrand Pfullingen aus noch bis zum Südbahnhof:
»Als die vorrückenden Panzer vom leichtem Gewehr- und Maschinengewehrfeuer aus Richtung Pfullingen empfangen wurden, legten sie mit ihren Kanonen ein mäßiges, etwa zwei bis drei Stunden anhaltendes Feuer auf die Stadt. Dabei erhielten viele Häuser in der Marktstraße Treffer, die nur Gebäudeschäden verursachten. Auch der Kirchturm wurde durchschossen, die Zifferblätter der Turmuhr flogen heraus. An zwei Stellen brachen Brände aus. Eine große Scheune hinter dem Lebensmittel- und Spielwarengeschäft Schlegel brannte ab. Das Feuer im Haus von Schmied Tröster, Gönninger Straße 2, konnte gelöscht werden. Auch der Schönbergturm diente der französischen Artillerie als Ziel. Zeigte sich irgendjemand auf der Straße, pfiffen sogleich die Kugeln. Vom Georgenberggebiet aus schossen kleine deutsche Trupps, die sich an den Hängen zur Alb zurückzogen. Später fand man dort Schützenlöcher. Auf den Markungsteilen "Vor dem Berg", "Hinterm Berg" und "Auf dem Georgenberg" wurden an den folgfenden Tagen vier gefallene deutsche Soldaten geborgen. Sie waren Opfer des Streufeuers der französischen Artillerie. Auch der Angreifer hatte mit Sicherheit Verluste erlitten. Ein Französischer Freiwilliger fiel am 22. April "beim Kampf um Pfullingen".«
Gerhard Junger im Pfullinger Heimatbuch, 1982
Was derweil in Reutlingen geschah, lesen Sie: HIER
Wie es war, wenn man mit den Besatzern zusammenlebte, erfahren Sie in Altenburg: HIER


Weitere Berichte vom Kriegsende in Pfullingen: 
//  Aufstand der Pfullinger Frauen // Noch ist alles ruhig // Kampf um Pfullingen // Die Nazis hauen ab // Unter Besatzung //

Dienstag, 21. April 2015

Kriegsende: 21.April 1945 - Noch war alles ruhig...

»Die französische Panzerspitze war am 20. April in Reutlingen eingedrungen. Da in der Nacht zum 21. April mehrere Stoßtrupps der Wehrmacht nochmals bis zum Stadtkern vorstießen, gingen die Franzosen nur zögernd in Richtung Pfullingen vor. Es blieb daher am Samstag, 21. April, in Pfullingen ruhig, bis endlich Sonntag gegen 3 Uhr am Nachmittag französische Panzer gegen Pfullingen vorrückten.«

Gerhard Junger im Pfullinger Heimatbuch 1982

Die Ereignisse in Reutlingen lesen Sie HIER 

Weitere Berichte vom Kriegsende in Pfullingen: 
//  Aufstand der Pfullinger Frauen // Noch ist alles ruhig // Kampf um Pfullingen // Die Nazis hauen ab // Unter Besatzung //

Freitag, 10. April 2015

April 1945: Die tapferen Frauen von Pfullingen

Sie war damals 13 Jahre alt, als sie mit ihrer Mutter und vielen anderen Frauen auszog, um in ihrer Geburtststadt Pfullingen die Panzersperren zu entfernen, und sich vor dem Rathaus plazierten, um sich den Nazi-Hauptmann Julius Kieß vorzuknöpfen, der den Widerstand der Frauen mit Gewalt brechen wollte. Gestern abend berichtete Marianne Münzinger, geborene Fink, von ihrer Kindheit und Jugend an der Echaz. Manches von dem, was sie vor der Kamera erzählt, ist ziemlich erschütternd, anderes zeugt von einer glücklichen Zeit, als die Kinder noch Kinder sein durften. Wir werden in den nächsten Tagen Auszüge aus diesem Interview hier zeigen.
Bildertanz-Quelle: Raimund Vollmer

Mittwoch, 1. April 2015

Dass es in der Großen Heerstraße einmal so ausgesehen hat...

... will man heute gar nicht glauben. Ende der siebziger Jahre entstand diese Aufnahme.
Bildertanz-Quelle: Jutta Schindler